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Sexueller Missbrauch liegt vor, wenn ein Erwachsener mit einem Kind sexuelle Handlungen vornimmt. Nicht nur Körperkontakt, sondern auch ein "sexualisiertes Klima" im Umgang des Erwachsenen mit dem Kind kann eine ähnliche negative Wirkung auf das Kind haben wie körperliche Übergriffe.

Männer, die Kinder sexuell missbrauchen, nehmen die intimen Grenzen des Kindes und die Unterschiede zwischen der Sexualität von Kindern und Erwachsenen nicht wahr. Sexueller Missbrauch umfasst Berührungen des Genitals, Begrapschen, Vorführen von pornographischem Bildmaterial bis hin zu manuellem, oralem, vaginalem oder analem Sex. Auch körperliche Gewaltanwendung kommt vor.

An Anfang stehen sexuelle Fantasien, die nach bestimmten Situationen auftreten, jedoch gibt es noch Hemmungen, diese Fantasien weiterzuverfolgen. Die Situationen kehren wieder, somit auch die Fantasien und Impulse, die immer drängender werden. Die Fantasien werden in ein gedankliches "Drehbuch" für ein Stück mit dem Mann als "Hauptdarsteller" eingebaut. Ein Kind wird ausgesucht, und der Kontakt wird hergestellt bzw. intensiviert. Je nach Art der Beziehung zwischen Mann und Kind (innerhalb der Familie oder außerhalb, regelmäßiger oder einmaliger Kontakt) handeln Männer unterschiedlich. Oft legt es der Mann z.B. darauf an, dass das Kind sein Verhalten als wohlwollend und zuwendend interpretiert. Die Missbrauchshandlungen beginnen vor allem innerhalb der Familie unter großer Geheimhaltung. Alkohol und Drogen werden oft als Mittel eingesetzt, um das Ausleben der Impulse vor sich selbst zu entschuldigen.

Männer, die Kinder sexuell missbrauchen, rechtfertigen ihr Handeln vor sich selbst oder anderen mit unterschiedlichen Argumenten:

  • Auch das Kind hat ein Recht auf Sex.
  • Es schadet ihm/ihr ja nicht.
  • Sie/er kam ja immer wieder zu mir.
  • Sie/er hat mich verführt.
  • Meine Frau ist Schuld, sie hat sich in den letzten Jahren verweigert.

Durch diese Sätze soll die Verantwortung für das eigene Verhalten an Opfer oder andere Personen abgegeben werden.

Die Männerberatung Graz und Obersteiermark bieten Männern, die missbrauchen, professionelle und vertrauliche Unterstützung an. Die Berater erarbeiten mit den Männern z.B. folgende Inhalte:

  • Durchgehen der Missbrauchssituation
  • Erkennen von Verleugnung und "Nicht-Wahrhaben-Wollen"
  • Übernahme von Verantwortung
  • Impulse erkennen und kontrollieren
  • Selbstwert
  • Verhinderung von Rückfällen
  • Macht und Ohnmacht in Beziehungen

Für Fragen stehen wir Ihnen persönlich, telefonisch oder unter der E-Mail Adresse zur Verfügung.

 

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Männerberatung Graz
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Beratung erfolgt innerhalb der Öffnungszeiten und nach telefonischer Terminvereinbarung.

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